Max & seine Untertanen
Max & seine Untertanen

Warum Ellinghausen? Teil 3

 

Von Berlin nach Ellinghausen, zwei Großstädter auf dem Lande.

Max gewöhnte sich recht schnell bei uns ein. Er untersuchte sehr genau jeden Raum in der Wohnung, spielte mit Allem was sich bewegte oder so rumlag. Favoriten waren da Peggys Strickzeug und Sektkorken. Letztere machten durch ihre Form bedingt, völlig unkontrollierte Bewegungen und das machte ihm besonderen Spaß. Diverse Bälle und kleine Stofftierchen, die wir ihm als Spielzeug besorgten wurden kaum beachtet, die anderen Dinge waren viel interessanter. Er saß gerne am Fenster und beobachtete die große weite Welt sehr gespannt. Vorne raus waren es diverse Vögel und Kaninchen, die es ihn angetan hatten und hinten natürlich das Treiben auf der Hühnerweide.

Kater Max Der noch junge Max im Bett

Interesse, diese Dinge auch direkt zu erfahren und runter zu gehen, hatte er aber vorerst keine. Wenn er beim Spielen mal etwas kaputt machte, verschwand er im Katzenklo. Er paßte damals ja noch locker rein und lag dann mit dem Kopf so nah am Rand, dass er nicht mehr raus sehen konnte. Das war wohl seine Logik, wenn ich nichts sehen kann, kann man mich auch nicht sehen. Wir ließen ihn in dem Glauben...

 

Sein Spielzeug hielt auch uns auf Trab denn die Sachen verschwanden früher oder später alle unter den Fernseh-  und Videoschränken. Nachdem wir sie anfangs immer mühsam wieder vorholten, war ich der Ansicht es wäre besser, wenn da erst gar nichts mehr drunter paßt und montierte die Rollen einfach ab. Jetzt standen die Schränke direkt auf dem Boden und es konnte nichts mehr drunter rollen.  Max fand das eigentlich nicht so toll denn er „angelte“ ganz gerne mit seinen Pfoten unter den Schränken und erwischte zu meinem Leidwesen auch ab und an mal die Kabel für Lautsprecher, Video, Computer etc. die darunter verborgen waren. Nun, das hatte jetzt ein Ende.

 

Max sollte bei uns ja nicht ewig eingesperrt bleiben, sondern auch raus dürfen. Platz und interessante Dinge gab es ja genug und vom Fenster her kannte er ja schon einiges. Wir wussten aber nicht so recht, wie…

Max in der Weide Sein Lieblingsplatz in der Hühnerweide

Einfach raus lassen und ab mit ihm, wäre wohl auch nicht so schön. Wer weiß ob er wieder nach Hause findet und als freilaufende Katze war er natürlich auch durch die Jäger gefährdet. Also holten wir ein Geschirr, banden es mit mehr oder weniger Gegenwehr unserem Raubtier um und gingen mit ihm runter. Er schlich fast auf dem Bauch war aber doch recht neugierig. Wir machten eine Runde um das Haus, ließen ihn auch mal bei den Hühnern schauen, die ihn sehr interessant fanden, er hingegen fand sie wohl eher etwas unheimlich und vor allem viel zu laut. Nach der Runde gingen wir wieder ins Haus, machten die Leine ab und er fand sofort den Weg nach oben. So ging es einige Tage, bis Max der Meinung war, die Leine mit dem Geschirr ist doch nur störend, also ab damit. Ruck zuck, ich weiß nicht wie, war er jedenfalls raus aus dem Lederkram und verschwand im Gebüsch. Alles Rufen und Locken von Peggy half nichts, er verschwand nur tiefer im Gebüsch und machte einen Riesensatz über den Zaun. Nun stand er in der Hühnerweide, was von denen nicht so lustig empfunden wurde und mit viel Gegacker und der Unterstützung von Hähnchen, der sich natürlich vor seinen Hennen profilieren wollte, stürzten alle in seine Richtung.

Das war selbst dem König der Löwen zuviel und er nahm einfach mal Reißaus und war wieder verschwunden. Diesmal sahen wir aber nicht wohin er verschwand, er war weg und zwar völlig, ohne jede Reaktion auf unser Rufen und das Rascheln mit den Leckerlies. Wir beschlossen also erst mal nach oben zu gehen, von dort aus mit mehr Übersicht nach Max Ausschau zu halten und hoffen, dass der Hunger ihn nach Hause treibt. Als wir um die Ecke bogen, war die Überraschung sehr groß, denn unser Maxe saß vor der Haustür und wartete das die Tür endlich aufging. Er war auch sehr schnell oben und ließ sich erst mal auf der Couch nieder um das alles zu verdauen. Er schlief den Rest des Tages und stand nur auf um aufs Klo zu gehen und begab sich danach zu Bett…in mein Bett!

 

Am nächste Tag habe ich im Garten Unkraut gezupft und das schöne Wetter genossen als mich Jemand anstubste. Verwundert sah ich auf Max,der mich aus dem Schlafzimmer beobachtet hatte und der Meinung war:“So hoch ist das ja gar nicht“ und Schwups, war er unten und bei mir im Garten.

Der verspielte Kater Max Max beim Spielen

Er blieb aber in meiner Nähe und legte sich in die Sonne, beobachtete mein Tun und sah interessiert allen möglichen Insekten hinterher, ansonsten verhielt er sich aber ruhig und betrachtete die Hühner, zwar aufmerksam aber doch mit der einer Katze nötigen Desinteresse, hinter dem Zaun. Ich beendete meine Arbeit in aller Ruhe und ging dann nach oben. Meiner Aufforderung mitzukommen, kam er auch ohne  Murren nach. Von da an, war er fast täglich unten. Wir machten ihm ein neonfarbiges Halsband um, damit er von den Jägern erkannt wurde. Das Glöckchen, das wir ihm Anfangs noch ummachten, ließen wir aber bald weg denn damit konnte er keine Maus erwischen und dazu war er ja schließlich auch da. Er machte das übrigens sehr gewissenhaft, wir hatten nie angefressene Futtersäcke oder überhaupt Mäuse im Hühnerstall. Kater Max sorgte für Ordnung...!

Max Max in der Hühnerweide

Die Hühner und Enten gewöhnten sich schnell an ihn und er sich auch an sie. Ab und an fand er es herrlich die Hennen zu erschrecken, in dem er plötzlich auf sie zu schoss aber getan hat er weder den Hennen noch unseren Küken etwas. Er schien zu wissen, dass sie zu uns gehören denn sonst holte er alles was er bekommen konnte und legte es ordentlich vor die Haustür. Von der Maus bis zum Kaninchen konnte man da alles Mögliche finden. Wenn er zu übermütig wurde, sorgte Hähnchen für Ruhe. Vor ihm hatte Max Respekt, es war auch ein stattlicher Hahn, der sich zu wehren wußte und Max hätte da sicher nichts zu lachen gehabt. Max war nun jeden Tag unten und kam erst spät abends wieder rauf. Das hatte auch für uns Vorteile, denn sein Katzenklo blieb so gut wie ungenutzt, er verrichtete sein Geschäft unten in der Wildnis, was ihm und uns besser gefiel. Das gesamte Gelände ums Haus und auch die nähere Nachbarschaft waren jetzt sein Reich. Er schlief immer um die Mittagszeit im alten Schweinestall oder in der Scheune und den Rest des Tages lief er sein Revier ab, verscheuchte Krähen, fing Mäuse und hatte ein herrliches Katzenleben. Die Jäger aus dem Dorf kannten ihn und er war vor ihnen sicher. Er war jetzt knapp ein Jahr alt und fing an sein Revier auch zu markieren. Er tat das Gott sei Dank nie in der Wohnung oder direkt am Haus, irgendwie erkannte er das als unser Eigentum an, aber der Hühnerstall, der Zaun, die Scheune und der Schweinestall waren seins und das roch man jetzt auch. Wir mussten also allmählich an eine Kastration denken. Für mich als Mann war und ist das nicht gerade ein schöner Gedanke aber es musste sein denn es gab nicht nur den Geruch sondern auch genügend streunende Katzen, die nur auf ihn zu warten schienen. Noch mehr verwilderte Katzen wollten wir aber nicht, sie wurden eh schon zur Plage und die meisten fanden ihr Ende irgendwo auf der Landstraße. Das musste nicht sein, also... kastrieren.

 

wird fortgesetzt...bgollin

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Neu begonnen am 14.06.2016

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Max & seine Untertanen © by Bernd Gollin